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Rhodesian Ridgeback Fachlexikon & Glossar

Herzlich willkommen in unserem Wissensbereich. Transparenz ist der Grundpfeiler unserer Zucht Malkia wa Kiburi. Damit du die Fachbegriffe aus der Welt der Genetik, des Rassestandards und der Erziehung besser verstehst, haben wir hier die wichtigsten Begriffe fundiert für dich zusammengefasst.

A – C

  • Ahnentafel: Die offizielle Abstammungsurkunde (ausgestellt vom DZRR/VDH). Sie garantiert die lückenlose Dokumentation der Vorfahren und die Einhaltung strenger Zuchtauflagen.

  • AVK (Ahnenverlustkoeffizient): Ein Maß für die genetische Vielfalt. Ein hoher Wert (nahe 100 %) zeigt an, dass kaum Ahnen doppelt vorkommen. Unsere Hündin Abbey weist beispielsweise einen exzellenten AVK von 98,39 % auf.

  • Bindung: Die emotionale Qualität der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Beim Ridgeback wächst Bindung durch Verlässlichkeit und Schutz, nicht durch Härte.

D – F

  • Dermoidsinus (DS): Eine rassespezifische Fehlbildung (Hautkanal). Als verantwortungsvolle Züchter untersuchen wir jeden Welpen unmittelbar nach der Geburt mehrfach palpatorisch auf DS. Sollte ein DS auftauchen wird dieser noch vor Übergabe entfernt, so ist sichergestellt, dass der Welpe keine Probleme damit bekommen kann.

  • Dilute-Gen: Ein Gen zur Farbaufhellung. Wir züchten ausschließlich mit Hunden, die dieses Gen nicht tragen (Status: DD/reinerbig), um Hautproblemen vorzubeugen.

  • DNA-Profil: Der genetische Fingerabdruck. Er dient der zweifelsfreien Identifizierung und dem Nachweis der Elternschaft.

  • Embark: Ein hochmodernes Testverfahren für über 200 Gesundheitsmarker. Wir nutzen diese Daten (z. B. genetischer COI), um unsere Zuchtplanung wissenschaftlich abzusichern.

  • Frustrationstoleranz: Die Fähigkeit des Hundes, Reize auszuhalten, ohne sofort zu reagieren. Ein wichtiger Pfeiler in unserer Aufzucht und Erziehungsempfehlung.

G – I

  • HD / ED / OCD: Abkürzungen für Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie und Osteochondrosis dissecans. Obligatorische Röntgenuntersuchungen auf Gelenkveränderungen vor jeder Zuchtzulassung.

  • IK (Inzuchtkoeffizient): Er gibt an, wie eng die Eltern miteinander verwandt sind. Unser erklärtes Ziel ist ein IK von 0,000 % auf 5 Generationen, um maximale Vitalität zu fördern.

  • Impulskontrolle: Die Fähigkeit des Hundes, spontanen Impulsen (wie dem Losrennen bei Wildsichtung) zu widerstehen. Ein Kernpunkt im Training eines Jagdhundes.

J – L

  • JME (Juvenile Myoklonische Epilepsie): Eine erbliche Form der Epilepsie. Durch gezielte Gentests stellen wir sicher, dass kein Welpe aus unserer Zucht an JME erkranken kann.

  • Konsequenz: Bedeutet Verlässlichkeit. Ein Ridgeback braucht klare, immer gleiche Regeln, um sich sicher an seinem Menschen orientieren zu können.

  • Körpersprache: Das Hauptkommunikationsmittel der Hunde. Wir legen Wert darauf, dass unsere Welpenkäufer lernen, die feinen Signale ihres Hundes (Beschwichtigung, Anspannung) frühzeitig zu lesen.

  • Lernbiologie: Das wissenschaftliche Wissen darüber, wie Hunde lernen. Dieses Wissen nutzen wir, um Welpen bereits in der Prägungsphase optimal auf ihr späteres Leben vorzubereiten.

P – S

  • Positive Verstärkung: Belohnung von erwünschtem Verhalten. Beim sensiblen Ridgeback der effektivste Weg zu einem motivierten und loyalen Begleiter.

  • Ridge: Das Markenzeichen – ein Haarkamm auf dem Rücken, der entgegen der Haarwuchsrichtung verläuft und zwei identische Wirbel (Crowns) aufweisen sollte.

  • Ruhetraining: Eine der wichtigsten Lektionen für Welpen. Wir fördern aktiv die Fähigkeit zur Entspannung, um ausgeglichene Alltagsbegleiter zu erhalten.

  • Rückbiss (medizinisch: Brachygnathia inferior) ist eine Fehlstellung des Gebisses, bei der der Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer zu kurz ist. In der Kynologie wird dies oft auch als „Überbiss“ bezeichnet, da die oberen Schneidezähne deutlich vor den unteren stehen, ohne dass sie sich berühren. Mit der Korrektur wird noch vor Übergabe bei uns begonnen damit sichergestellt ist dass sich der Kiefer korrekt entwickeln kann.

  • Sachkunde (§11 TierSchG): Die staatlich geprüfte Erlaubnis zur Hundezucht und -ausbildung. Sie bestätigt offiziell das Fachwissen über Genetik, Verhalten und Tierschutz.

  • Sozialisierung: Die schrittweise Gewöhnung an Umweltreize, Menschen und Artgenossen. Wir legen den Grundstein, begleiten unsere Käufer aber auch danach lebenslang beratend.

Z

  • ZZP (Zuchtzulassungsprüfung): Die „Meisterprüfung“ für Zuchthunde im DZRR. Hier werden das äußere Erscheinungsbild (Exterieur) und die Wesensfestigkeit (u. a. Schussfestigkeit) streng geprüft.

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